Auge

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Auge

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Au|ge ['auŐģg…ô], das; -s, -n:
Organ zum Sehen:
blaue, strahlende Augen; er hatte Tränen in den Augen; mach die Augen zu und träum was Schönes!
Zus.: Froschauge, Glasauge, Luchsauge.

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Au|ge ‚Ć©n. 28‚Ć™
1. ‚Ć©Anat.‚Ć™ Sehorgan des Menschen u. der Tiere
2. ‚Ć©Bot.‚Ć™ ruhende Knospe, Knospenansatz (‚Äěschlafendes‚Äú \Auge; Pfropf\Auge)
3. ‚Ć©Arch.‚Ć™ Kuppel√∂ffnung
4. Punkt, Figur, Zahl (auf W√ľrfeln, Dominosteinen, Spielkarten)
5. (auf der Suppe, Soße) schwimmender Fetttropfen (Fett\Auge)
6. kreisrunde, farbige Zeichnung in den längl. Schwanzfedern des Pfaus (Pfauen\Auge)
7. ‚Ć©Geom.‚Ć™ Projektionszentrum bei perspektivischen Darstellungen
8. ‚Ć©Meteor.‚Ć™ Zentrum eines Tiefdruckgebietes
9. ‚Ć©M√ľllerei‚Ć™ Einf√ľll√∂ffnung am M√ľhlstein
10. ‚Ć©Maschinenbau‚Ć™ Verdickung am Bohrungsende
11. ‚Ć©Web.‚Ć™ √Ėffnung an den Litzen des Webgeschirrs, durch die die Kettf√§den gezogen werden
‚óŹ das \Auge des Gesetzes die Polizei; das \Auge des Herrn macht das Vieh fett was gut gedeihen soll, muss gut beaufsichtigt werden; das \Auge der Vernunft die menschl. Erkenntnisf√§higkeit ‚óŹ die \Augen anstrengen angestrengt auf etwas schauen; aufgehen: jetzt gehen mir die \Augen auf! jetzt erst erkenne ich die Zusammenh√§nge!; die \Augen aufmachen ‚Ć©fig.‚Ć™ auf alles achten; mach doch die \Augen auf! ‚Ć©umg.‚Ć™ pass doch auf!; die \Augen aufschlagen aufwachen; ich k√∂nnte ihm die \Augen auskratzen bin w√ľtend auf ihn, kann ihn nicht leiden; jmdm. ein \Auge ausschlagen; ihre \Augen blitzten, funkelten, strahlten, schossen Blitze; seine \Augen brechen er stirbt; die \Augen brennen, tr√§nen mir; ein (sicheres) \Auge haben f√ľr; ein \Auge auf etwas od. jmdn. haben etwas od. jmdn. sorglich beobachten, darauf od. auf ihn aufpassen; \Augen machen staunen; die \Augen niederschlagen; die \Augen offen halten aufmerksam sein, die Umwelt gut beobachten; die \Augen √∂ffnen; jmdm. die \Augen √∂ffnen ‚Ć©fig.‚Ć™ jmdn. (√ľber etwas) aufkl√§ren; so weit das \Auge reicht so weit man sehen kann; die \Augen auf etwas od. jmdn. richten ansehen; die \Augen schlie√üen ‚Ć©fig.‚Ć™ sterben; was die \Augen sehen, glaubt das Herz das Herz l√§sst sich oft durch den √§u√üeren Schein t√§uschen; sein: meine \Augen waren gr√∂√üer als der Magen ‚Ć©umg.; scherzh.‚Ć™ ich habe mir mehr auf den Teller genommen, als ich essen kann; ich traute meinen \Augen nicht, als ich das sah ich wollte es nicht glauben; √ľbergehen: die \Augen gingen ihm √ľber er begann zu weinen; ‚Ć©fig.‚Ć™ er war √ľberw√§ltigt (von einem Anblick); sich die \Augen verderben das Sehverm√∂gen herabsetzen; die \Augen (vor einer Tatsache) verschlie√üen (etwas) nicht sehen wollen, vor sich selbst nicht zugeben wollen; einem Sterbenden die \Augen zudr√ľcken; ein \Auge zudr√ľcken ‚Ć©fig.‚Ć™ etwas nicht genau nehmen, (wohlwollend) nicht bemerken (wollen); die \Augen zutun ‚Ć©fig.‚Ć™ sterben; die ganze Nacht (√ľber) kein \Auge zutun nicht schlafen k√∂nnen ‚óŹ blaue, braune, graue \Augen Augen mit blauer, brauner, grauer Regenbogenhaut; ‚Üía. blau; blitzende, funkelnde, gl√§nzende, strahlende, sanfte, sch√∂ne, treue \Augen; feuchte, nasse \Augen bekommen, haben (fast) zu weinen beginnen, sehr ger√ľhrt werden, sein; er war ganz \Auge (und Ohr) schaute (u. lauschte) gespannt, voller Aufmerksamkeit; geistiges, inneres \Auge Vorstellung; vor meinem geistigen \Auge; gro√üe \Augen machen staunen; gute, schlechte \Augen haben gut, schlecht sehen; er hat daf√ľr keine \Augen sieht es, merkt es nicht, ist blind daf√ľr; da blieb kein \Auge trocken alle waren sehr ger√ľhrt; ‚Ć©umg.‚Ć™ begeistert; hast du keine \Augen (im Kopf)? hast du das nicht gesehen?, pass doch auf!; mit offenen \Augen durch die Welt gehen aufmerksam, wach, empf√§nglich f√ľr alle Eindr√ľcke; mit offenen \Augen in sein Ungl√ľck rennen das U. sehen, aber nicht beachten; scharfe \Augen haben scharf sehen k√∂nnen; ‚Ć©fig.‚Ć™ bei anderen sofort jeden kleinen Fehler entdecken; jmdm. sch√∂ne \Augen machen mit ihm kokettieren, seine Aufmerksamkeit zu fesseln suchen; schwere \Augen haben, bekommen m√ľde sein, werden; sechs \Augen werfen (beim W√ľrfeln); ein sicheres \Auge f√ľr etwas haben bestimmte Eindr√ľcke bes. gut aufnehmen, das Wesentliche von etwas erfassen; gut schie√üen k√∂nnen; verliebte \Augen machen durch Blicke Liebe verraten, jmdn. verliebt ansehen; verquollene \Augen; verschlafene \Augen; vier \Augen sehen mehr als zwei (Redensart, wenn man gemeinsam aufpassen od. etwas suchen will); ein wachsames \Auge haben auf aufpassen, achtgeben auf ‚óŹ jmdm. etwas an den \Augen ablesen, absehen einen unausgesprochenen Wunsch erraten; das passt wie die Faust aufs \Auge ‚Ć©umg.‚Ć™ das passt gar nicht zusammen; jmdm. den Daumen (od. etwas) aufs \Auge dr√ľcken ihn zu etwas zwingen; eine Sache auf zwei \Augen stellen die Verantwortung einer einzigen Person √ľbertragen; ein \Auge auf etwas werfen etwas gern besitzen wollen; er hat ein \Auge auf sie geworfen er hat sich in sie verliebt; aus den \Augen, aus dem Sinn nicht mehr gesehen - schon vergessen; geh mir aus den \Augen! ich will dich nicht mehr sehen!; jmdm. wie aus den \Augen geschnitten sein ihm (√§u√üerlich) sehr √§hnlich sein; jmdn. nicht aus den \Augen lassen ihn st√§ndig beobachten; der Schalk sieht ihm aus den \Augen man sieht ihm den Schalk an; ich kann vor Arbeit nicht mehr aus den \Augen sehen; jmdn. aus den \Augen verlieren nichts mehr von ihm h√∂ren; ihm quollen (vor Staunen) fast die \Augen aus dem Kopf; das ist etwas f√ľrs \Auge ‚Ć©fig.‚Ć™ das ist ein h√ľbscher Anblick, ist h√ľbsch hergerichtet, appetitlich zurechtgemacht, nur auf den √§u√üeren Schein berechnet; \Augen geradeaus!; \Augen rechts!; die \Augen links! (milit√§r. Kommandos); etwas (genau) im \Auge behalten (genau) beobachten; ich werde die Sache im \Auge behalten ich werde daran denken, sie weiterverfolgen; einen Fremdk√∂rper im \Auge haben; etwas im \Auge haben ‚Ć©fig.‚Ć™ daran denken, im Sinn haben, sich vorstellen; ich habe ein bestimmtes Kleid im \Auge (das ich kaufen m√∂chte); (nur) seinen eigenen Vorteil im \Auge haben; jmdn. scharf im \Auge haben, behalten jmdn. unverwandt beobachten, den Blick nicht abwenden; \Auge in \Auge von Angesicht zu Angesicht, einander fest ansehend; was siehst du aber den Splitter in deines Bruders \Auge und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem \Auge? (Matth. 7,3)}}; in meinen \Augen ist er ein Schuft meiner Ansicht nach; es f√§llt, springt in die \Augen f√§llt sofort auf, erregt die Aufmerksamkeit; etwas ins \Auge fassen in Erw√§gung ziehen, beabsichtigen, sich vornehmen; jmdn. (fest, scharf) ins \Auge fassen ansehen; das w√§re fast ins \Auge gegangen ‚Ć©umg.‚Ć™ w√§re fast schlimm ausgegangen; Tr√§nen in den \Augen haben (vor R√ľhrung); mir ist etwas ins \Auge gekommen, geflogen (Fremdk√∂rper); jmdm. ins \Auge sehen k√∂nnen keine Hintergedanken, ein reines Gewissen ihm gegen√ľber haben; einer Gefahr ins \Auge sehen ihr mutig begegnen; dem Tod ins \Auge sehen in Todesgefahr sein; jmdm. zu tief in die \Augen sehen sich in ihn verlieben; mit den \Augen rollen; mit den \Augen verschlingen begehrlich betrachten; mit den \Augen zwinkern; etwas mit anderen \Augen ansehen von einem anderen Gesichtspunkt aus beurteilen; etwas mit blo√üem \Auge erkennen k√∂nnen ohne opt. Hilfsmittel; mit brechenden \Augen sterbend; ich habe es mit (meinen) eigenen \Augen gesehen selbst gesehen, ich war Zeuge, war dabei; mit lachenden \Augen mit vor Freude strahlenden Augen; eine Sache mit einem lachenden und einem weinenden \Auge betrachten halb froh, heiter, erleichtert, halb betr√ľbt, besorgt; mit niedergeschlagenen \Augen; mit offenen \Augen durch die Welt gehen; du schl√§fst wohl mit offenen \Augen? du passt nicht auf; etwas od. jmdn. mit scheelen \Augen ansehen ‚Ć©fig.‚Ć™ auf etwas od. jmdn. neidisch sein; seine \Augen √ľberall haben gut beobachten, sich nichts entgehen lassen; umsichtig sein; \Auge um \Auge, Zahn um Zahn (2. Buch Mose 21,24) Gleiches muss mit Gleichem vergolten werden; um seiner sch√∂nen \Augen willen nur wegen seines Aussehens, nicht wegen seiner pers√∂nl. Verdienste; jmdm. nicht mehr unter die \Augen treten k√∂nnen ein schlechtes Gewissen ihm gegen√ľber haben, sich vor ihm sch√§men; unter meinen \Augen in meiner Gegenwart; jmdm. etwas unter vier \Augen sagen, etwas unter vier \Augen besprechen es ihm allein sagen, es zu zweit, ohne Zeugen besprechen; es fiel ihm wie Schuppen von den Augen pl√∂tzlich erkannte er die Zusammenh√§nge; er konnte kein \Auge von ihr (ab)wenden musste sie immer ansehen; jmdm. etwas vor \Augen f√ľhren ihm darlegen, erkl√§ren, zeigen; etwas vor \Augen haben sich deutlich vorstellen; sich eine Tatsache vor \Augen halten sie bedenken, nicht vergessen, beherzigen; es schwimmt mir (alles) vor den \Augen mirist schwindelig; man sieht nicht die Hand vor (den) \Augen (vor Dunkelheit, Nebel) man kann nichts sehen; mir wurde schwarz vor den \Augen mir wurde schlecht, ich drohte ohnm√§chtig zu werden; vor aller \Augen √∂ffentlich, vor allen andern; vor meinen \Augen vor mir; etwas vor seinem geistigen \Auge sehen sich vorstellen ‚óŹ \Augen wie ein Luchs haben sehr gut sehen k√∂nnen; wo hattest du denn deine \Augen? das musst du doch gesehen haben! [<ahd. ouga, engl. eye <germ. *ago <idg. *oku- ‚Äěsehen‚Äú]

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Au|ge , das; -s, -n [mhd. ouge, ahd. ouga, viell. eigtl. = Seher]:
1. Sehorgan des Menschen u. vieler Tiere:
blaue, mandelförmige, tief liegende -n;
die -n strahlen, glänzen, leuchten, tränen;
die -n öffnen, aufschlagen, auf jmdn. richten;
sich die -n reiben, verderben;
einem Toten die -n zudr√ľcken;
ein blaues A. haben (durch eine Verletzung o. √Ą. um das Auge einen Bluterguss haben);
schlechte, gute -n haben (schlecht, gut sehen können);
auf einem A. blind sein;
jmdm. nicht in die -n sehen k√∂nnen (jmdm. gegen√ľber ein schlechtes Gewissen haben);
jmdm. stehen die Tränen in den -n (jmd. ist dem Weinen nahe);
etw. mit bloßem, unbewaffnetem, (österr.:) freiem A. (ohne optisches Hilfsmittel) sehen können;
etw. mit eigenen -n gesehen haben;
ein klares Ziel vor -n haben;
das Kind verungl√ľckte vor den -n seiner Mutter;
R die -n waren größer als der Magen (jmd. hat sich mehr auf den Teller getan, als er essen kann);
in diese Suppe schauen mehr -n hinein als heraus (ugs. scherzh.; sie ist sehr d√ľnn, wenig gehaltvoll);
Spr aus den -n, aus dem Sinn (wer abwesend ist, wird leicht vergessen);
‚ėÜ das A. des Gesetzes (scherzh.; die Polizei);
so weit das A. reicht (so weit man sehen kann);
jmds. -n brechen (geh.; jmd. stirbt);
jmdm. gehen die -n auf (jmd. durchschaut plötzlich einen Sachverhalt, erkennt Zusammenhänge, die er vorher nicht gesehen hatte);
jmdm. gehen die -n noch auf (ugs.; jmd. wird noch die bittere Erfahrung machen, dass sich etw. anders verhält, als er glaubte);
jmdm. gehen die -n √ľber (1. jmd. ist durch einen Anblick √ľberw√§ltigt. 2. geh.; jmd. beginnt zu weinen; nach Joh. 11, 35);
sehenden -s (geh.; leichtsinnig; obwohl man die Gefahr kommen sieht);
seinen [eigenen] -n nicht trauen (ugs.; vor Überraschung etw. nicht fassen können);
das A. beleidigen (von einem ästhetischen Gesichtspunkt aus betrachtet sehr unschön, unharmonisch sein);
ein A. voll Schlaf nehmen (ein wenig, f√ľr ganz kurze Zeit schlafen);
-n wie ein Luchs haben (sehr scharf sehen u. alles bemerken);
hinten keine -n haben (ugs.; nicht sehen können, was hinter einem vor sich geht);
seine -n √ľberall haben (auf alles aufpassen, sich nichts entgehen lassen);
[große] -n machen (ugs.; staunen, sich wundern);
jmdm. [schöne] -n machen (ugs.; mit jmdm. einen Flirt anfangen);
die -n offen haben/halten (achtgeben, aufpassen);
die -n schlie√üen/zumachen (verh√ľll.; sterben);
die -n vor etw. verschließen (etw. nicht zur Kenntnis nehmen, nicht wahrhaben wollen);
sich [nach jmdm., etw.] die -n aus dem Kopf sehen/schauen (ugs.; intensiv [vergeblich] suchen od. erwartend Ausschau halten);
jmdm. am liebsten die -n auskratzen m√∂gen (ugs.; so w√ľtend sein auf jmdn., dass man ihm am liebsten etw. B√∂ses ant√§te);
ein A./beide -n zudr√ľcken (ugs.; etw. nachsichtig, wohlwollend √ľbersehen);
ein A. riskieren (ugs.; einen verstohlenen Blick auf jmdn., etw. werfen);
ein A. auf jmdn., etw. werfen (ugs.; sich f√ľr jmdn., etw. zu interessieren beginnen);
ein A. auf jmdn., etw. haben (1. auf jmdn., etw. achtgeben. 2. an jmdm., etw. Gefallen finden);
die -n auf null gestellt haben (salopp; tot sein);
-n machen wie ein [ab]gestochenes Kalb (ugs.; töricht dreinschauen);
ein A. f√ľr etw. haben (das richtige Verst√§ndnis, ein Urteilsverm√∂gen f√ľr etw. haben);
kein A. zutun (ugs.; nicht schlafen [können]);
-n im Kopf haben (ugs.; etw. durchschauen, beurteilen können);
keine -n im Kopf haben (ugs.; nicht aufpassen);
jmdm. die -n √∂ffnen (jmdn. dar√ľber aufkl√§ren, wie unerfreulich etw. in Wirklichkeit ist);
sich die -n ausweinen/aus dem Kopf weinen (sehr weinen; aus dem Klagelied Jeremias 2, 11);
jmdm. etw. an den -n ablesen (die unausgesprochenen W√ľnsche des anderen von allein erkennen);
jmdm. etw. aufs A. dr√ľcken (salopp; jmdm. etw. [Unangenehmes] aufb√ľrden);
jmdn., etw. nicht aus den -n lassen (jmdn., etw. scharf beobachten);
jmdn., etw. aus dem A./aus den -n verlieren (die Verbindung mit jmdm. verlieren, etw. nicht weiterverfolgen);
nicht mehr/kaum noch aus den -n sehen k√∂nnen (ugs.; sehr m√ľde, ersch√∂pft, mitgenommen sein);
geh mir aus den -n! (geh weg!, lass dich hier nicht mehr blicken!);
jmdm. aus den -n sehen (jmds. Augen anzusehen sein);
jmdm., einander A. in A. gegen√ľberstehen (jmdm., einander ganz nahe gegen√ľberstehen);
etw. im A. haben (etw. im Sinn haben, vorhaben);
jmdn., etw. im A. behalten (jmdn. beobachten, etw. verfolgen);
in jmds. -n (nach jmds. Ansicht);
[jmdm.] ins A./in die -n fallen/springen (auffallen);
jmdm. ins A./in die -n stechen (ugs.; jmds. Wunsch wecken, es zu besitzen);
jmdm. zu tief in die -n gesehen haben (sich in jmdn. verliebt haben);
etw. ins A. fassen (sich etw. vornehmen);
einer Gefahr ins A. sehen (einer Gefahr mutig entgegentreten);
ins A. gehen (ugs.; schlecht enden, √ľble Folgen haben);
in jmds. -n steigen/sinken (bei jmdm. an Ansehen, Achtung gewinnen, verlieren);
mit einem lachenden und einem weinenden A. (teils erfreut, teils betr√ľbt; wohl nach Shakespeare, Hamlet I, 2);
mit offenen -n schlafen (ugs.: 1. oft als Vorwurf an jmdn. gerichtet; nicht aufpassen u. daher etw. nicht wissen od. wahrnehmen, was unangenehme od. nachteilige Auswirkungen haben kann. 2. dösen);
mit einem blauen A. davonkommen (ugs.; ohne großen Schaden, glimpflich davonkommen);
etw., jmdn. mit anderen/neuen -n [an]sehen/betrachten (mit einem neuen Verständnis betrachten);
jmdn., etw. mit den -n verfolgen (jmdm., einer Sache genau zusehen, aufmerksam hinterherblicken);
jmdn., etw. mit den -n verschlingen (ugs.; mit begehrlichen Blicken ansehen);
jmdn. mit den -n ausziehen (ugs.; jmdn. voll sexueller Begierde ansehen);
etw. nicht nur um jmds. schöner blauer -n willen tun (nicht aus reiner Gefälligkeit tun);
A. um A., Zahn um Zahn (Gleiches wird mit Gleichem vergolten; nach 2. Mos. 21, 24);
unter vier -n (zu zweit, ohne weitere Zeugen);
unter jmds. -n (in jmds. Anwesenheit);
jmdm. nicht [wieder] unter die -n kommen/treten d√ľrfen (bei jmdm. unerw√ľnscht sein, nicht wieder erscheinen d√ľrfen);
jmdm. wird [es] schwarz vor [den] -n (jmd. wird ohnmächtig);
vor aller -n (in der √Ėffentlichkeit; √∂ffentlich);
jmdm., sich etw. vor -n f√ľhren/halten/stellen (jmdm., sich etw. deutlich zeigen, klarmachen);
jmdm. vor -n schweben (jmdm. deutlich ins Bewusstsein treten).
2. (bei Pflanzen, bes. bei Kartoffel, Rebe, Obstbaum) Keim, Knospenansatz:
die -n aus der Kartoffel ausschneiden.
3.
a) Punkt auf dem Spielw√ľrfel:
er hat sieben -n geworfen;
b) Zählwert bei bestimmten Spielen:
beim Skat zählt die Dame drei -n.
4. auf einer Fl√ľssigkeit ‚Äď meist auf der Suppe ‚Äď schwimmender Fetttropfen:
auf der Suppe schwimmen viele -n.
5. weitgehend windstiller Bereich im Zentrum eines Wirbelsturms:
das A. des Hurrikans.

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I
Auge,
 
1) Oculus [lateinisch], lichtempfindliches Sinnesorgan mit unterschiedlicher Leistung und Entwicklung bei Tier und Mensch, f√ľr das elektromagnetische Wellen im Wellenl√§ngenbereich von 200-800 nm den ad√§quaten Reiz darstellen. Die Lichtenergie wird meist durch Sehfarbstoffe absorbiert.
 
 Formen im Tierreich
 
Schon bei Einzellern gibt es Sehorganellen in Form von Plasmabezirken, die lichtempfindliche Pigmente (Karotinoide) enthalten; z. B. die Augenflecke (Stigmen), die eine Hell-Dunkel-Wahrnehmung und eventuell auch Helligkeitssehen erm√∂glichen. Durch Kombination mit einer blasenartigen Plasmaausst√ľlpung k√∂nnen die einfallenden Lichtstrahlen, wie durch eine Linse, konzentriert werden. Bei Mehrzellern bestehen die einfachsten Augen aus einzelnen Lichtsinneszellen mit in Vakuolen eingeschlossenen Sehpigmenten, die unter der Epidermis liegen; sind die Lichtsinneszellen √ľber den ganzen K√∂rper verstreut (diffuse Lichtsinnesorgane, z. B. bei Regenw√ľrmern, Muscheln, Seeigeln), erm√∂glichen sie nur eine Hell-Dunkel-Wahrnehmung. Bei Konzentrierung dieser Lichtsinneszellen an bestimmten K√∂rperstellen und Abschirmung nach dem K√∂rperinnern durch Pigmente entsteht ein Flachauge, das dem Tier bereits ein Richtungs- und Bewegungssehen erm√∂glicht (z. B. bei Quallen, Strudelw√ľrmern, Ringelw√ľrmern, Seesternen). Beim Pigmentbecher-Ocellus (z. B. bei niederen W√ľrmern, Schnecken, Lanzettfischchen) sind die Sehzellen von einer halbkugelf√∂rmigen Schicht aus Pigmentzellen umgeben, die den Lichteinfall nur von der dem Pigmentbecher abgewandten Seite zul√§sst und somit Richtungssehen erm√∂glicht. Kommen durch Einsenkung der Epidermis die Sehzellen am Grund oder an den W√§nden der gebildeten Grube zu liegen, entsteht ein Grubenauge (z. B. bei Quallen, Weichtieren). Bei Einengung der Gruben√∂ffnung zu einem engen Loch bildet sich das Kameraauge (Lochauge, z. B. beim Perlboot), in dem ein umgekehrtes, lichtschwaches Bild auf der Netzhaut entsteht (Prinzip der Camera obscura). Ist die Grube vollkommen geschlossen, entsteht das Blasenauge, in dessen Innerem ein lichtbrechendes Sekret vorkommt, das als Linse bezeichnet wird (z. B. bei der Weinbergschnecke). Somit kann das Blasenauge als einfache Form des Linsenauges betrachtet werden.
 
Linsenaugen haben sich bei höheren Vertretern vieler Tiergruppen unabhängig voneinander und auf unterschiedliche Weise entwickelt. Einfache Linsenaugen sind z. B. die Punktaugen (Ozellen) vieler Insekten, die aus Cornealinse, Glaskörper und Netzhaut bestehen. Die Bildschärfe ist sehr gering, in der Regel ist nur Wahrnehmung der Lichtrichtung, aber keine Bildwahrnehmung möglich. Die Leistung der Linsenaugen wurde im Zug der Evolution auf zweierlei Art verbessert: einmal durch Vergrößerung des Auges, Vermehrung der Sinneszellen und durch zusätzliche Einrichtungen wie Irisblende (Regulation des Lichteinfalls) und Möglichkeiten der Entfernungseinstellung, die mit der Linse den dioptrischen Apparat bilden; zum andern durch Vermehrung der Zahl der Einzelaugen und deren Zusammenfassung zu einem Komplex.
 
Facettenaugen oder Komplexaugen findet man v. a. bei Insekten und Krebsen. Sie bestehen aus zahlreichen wabenartig zusammengesetzten Einzelaugen (Ommatidien), die durch Pigment mehr oder weniger voneinander isoliert sind. Facettenaugen, in denen dieses Pigment zum D√§mmerungssehen teilweise zur√ľckgezogen wird, hei√üen Superpositionsaugen, im Gegensatz zu den Appositionsaugen ohne Pigmentwanderung. Ein Ommatidium besteht aus einem einfachen lichtbrechenden Apparat (Cornealinse und Kristallkegel) sowie einer Gruppe von (oft sieben) Sinneszellen. Das wahrgenommene Bild setzt sich mosaikartig aus Bildpunkten zusammen, von denen jedes Ommatidium einen liefert. Bei der Grobheit des Rasters bleibt die Bildaufl√∂sung weit hinter der von Linsenaugen zur√ľck. Die verschiedenen Sinneszellen eines Ommatidiums k√∂nnen Farbe und (bei linear polarisiertem Licht) Schwingungsrichtung des vom Bildpunkt kommenden Lichts erkennen. Der Sehbereich der Facettenaugen ist im Vergleich zum S√§ugetierauge zum UV-Bereich hin verschoben (300-650 nm). Manche rasch fliegenden Insekten k√∂nnen durch ihre Facettenaugen bis zu 300 Lichtblitze je Sekunde aufl√∂sen (der Mensch weniger als 16). Dies ist f√ľr das Sehen von Bewegungsvorg√§ngen wichtig, sodass Facettenaugen hier mehr als Linsenaugen leisten.
 
Die leistungsf√§higsten Linsenaugen besitzen Cephalopoden (Kopff√ľ√üer) und Wirbeltiere; aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung liegt hier jedoch lediglich eine Anpassungs√§hnlichkeit (Konvergenz) vor. W√§hrend das Wirbeltierauge sich als eine Ausst√ľlpung des Zwischenhirns bildet, entsteht das Cephalopodenauge durch eine Einst√ľlpung der Epidermis. Dies hat zur Folge, dass beim Wirbeltierauge die lichtabsorbierende Pigmentschicht dem Licht abgewandt ist (inverse Augen), w√§hrend sie beim Cephalopodenauge dem Licht zugewandt ist (everse Augen). Die Linse der Wirbeltiere hat als Abfaltung der Epidermis zelligen Aufbau, im Unterschied zur Cephalopodenlinse, die ein erh√§rtetes Sekret ist. Cornea und Iris entstehen ebenfalls auf unterschiedliche Weise. Wirbeltiere und Cephalopoden besitzen Augenlider zum Schutz der Augen; Wirbeltiere k√∂nnen die Brechkraft der Linse durch Ver√§nderung der Linsenform (z. B. beim Menschen) oder des Abstandes zur Netzhaut (z. B. Fische) ver√§ndern und somit die Abbildung verschieden entfernter Objekte (Akkommodation) erm√∂glichen. Die Netzhaut enth√§lt Lichtsinneszellen in gro√üer Zahl (etwa 100 000 je mm2), die die Feinheit der Bildaufl√∂sung bestimmen. Die meisten Wirbeltiere haben - wie der Mensch - als Sinneszellen f√ľr das Sehen in der D√§mmerung hell-dunkel-empfindliche St√§bchen und f√ľr das Sehen im Tageslicht farbempfindliche Z√§pfchen. Au√üerdem enth√§lt die Wirbeltiernetzhaut mehrere Schichten von Nervenzellen, die mit den Sinneszellen und untereinander in Verbindung stehen und den Lichtreiz √ľber den Sehnerv zur Weiterverarbeitung ins Gehirn leiten.
 
 Menschliches Auge
 
Die Linsenaugen des Menschen und aller Wirbeltiere sind Ausst√ľlpungen aus dem ventrolateralen Bereich des Zwischenhirns (Diencephalon) und somit Teil des zentralen Nervensystems. Die Aug√§pfel (Bulbus oculi) haben einen Durchmesser von etwa 25 mm und liegen gesch√ľtzt in der kn√∂chernen Augenh√∂hle (Orbita). Im Augapfel liegt zentral ein gro√üer, aus einer durchsichtigen gallertigen Substanz bestehender Glask√∂rper (Corpus vitreum), dem im vorderen Teil die bikonvexe Linse aufgelagert ist. - Die Wand des Augapfels besteht aus einer √§u√üeren, einer mittleren und einer inneren Schicht:
 
1) Die √§u√üere Lederhaut (Sclera) ist etwa 0,5 mm dick und besteht aus kollagenem Bindegewebe. Durch ihre geringe Elastizit√§t sorgt sie f√ľr die √§u√üere Formerhaltung des Auges. Die Lederhaut geht im vorderen Teil (vor der Linse) in die durchsichtige Hornhaut (Cornea) √ľber, die beidseitig mit Epithelien ausgekleidet ist, die bei Lichteinfall Brechungsdifferenzen verhindern.
 
2) Die mittlere Augenhaut teilt sich in drei Abschnitte: Die Aderhaut (Choroidea), die drei Viertel des Augapfels umschlie√üt, besitzt eine √§u√üere pigmentreiche Bindegewebslage, die verschiebbar an der Innenseite der Lederhaut anliegt. Diese Verschiebbarkeit hat gro√üe Bedeutung f√ľr die Akkommodationsf√§higkeit. Die innere Schicht der Aderhaut enth√§lt zahlreiche Kapillaren und gr√∂√üere Gef√§√üe. Sie geht nach vorn auf der H√∂he der Linse in den Strahlenk√∂rper (Corpus ciliare) √ľber, der auch den Ziliarmuskel enth√§lt. Dieser ist durch die feinen Zonulafasern (Zonula ciliaris) mit der Linse verbunden. Durch Spannungs√§nderungen bewirkt er Kr√ľmmungs√§nderungen der Linse und dient damit der Akkommodation. Die zweite wichtige Funktion des Strahlenk√∂rpers ist die Bildung des Kammerwassers, das beide Augenkammern erf√ľllt und durch eine Vene (schlemmscher Kanal) im vorderen Teil der Lederhaut wieder resorbiert wird. Das Verh√§ltnis zwischen Produktion und Resorption des Kammerwassers bestimmt den Augeninnendruck (h√§ufig kurz Augendruck), der normalerweise 13-28 mbar (10-21 Torr) betr√§gt. Beim Glaukom (gr√ľner Star) ist er erh√∂ht. An den Strahlenk√∂rper schlie√üt sich nach vorn die Regenbogenhaut (Iris) an, die der Linse vorn aufliegt. Zwischen Linse, Regenbogenhaut und Hornhaut liegt die vordere Augenkammer. Der Raum seitlich der Linse zwischen Iris und Glask√∂rper wird als hintere Augenkammer bezeichnet. Beide Kammern enthalten Kammerwasser. Die Regenbogenhaut l√§sst √ľber der Linse eine mediane √Ėffnung (Pupille, Sehloch) frei, die als verstellbare Blende funktioniert, d. h., sie kann je nach Lichteinfall verengt oder erweitert werden. Erm√∂glicht wird dies durch ihr sehr locker aufgebautes Bindegewebe und durch ihre antagonistisch wirkende Muskulatur: innen den parasympathisch innervierten, ringf√∂rmig angeordneten Verengerer (Sphincter pupillae) und au√üen den sympathisch innervierten, radi√§r angeordneten Erweiterer (Dilatator pupillae). Die zus√§tzliche vegetative Innervation erkl√§rt, warum die Pupillenweite auch von psychischen Faktoren, dem Erm√ľdungsgrad und Genussmittelkonsum (Kaffee, Nikotin, Alkohol) abh√§ngt.
 
Der Gehalt an braunem Pigment in der Regenbogenhaut und in dem darunter liegenden retinalen Pigmentepithel bestimmt die Augenfarbe. Nur Albinos sind vollkommen pigmentlos, sodass die roten Blutgef√§√üe der Iris erkennbar sind. Einfallende Lichtstrahlen k√∂nnen so durch die Iris hindurchdringen und das ganze Auge ausleuchten, sodass die Pupille rot erscheint. Pigmentarme (hellblonde) Menschen haben ein vollpigmentiertes Pigmentepithel, aber keine Regenbogenhautpigmente; die tr√ľbe Iris reflektiert dann kurzwellige (blaue) Strahlen besser als langwellige, sodass die Iris dunkelblau erscheint. Mit zunehmender Konzentration des Irispigments wird die Augenfarbe hellblau, gr√ľnlich grau, hellbraun, dunkelbraun. Neugeborene haben stets violette bis blaugr√ľne Augenfarben. Erst nach Vollendung des zweiten Lebensjahres ist der Farbton voll ausgebildet. W√§hrend des gesamten Lebens k√∂nnen geringf√ľgige Farbver√§nderungen eintreten, v. a. Aufhellungen im Greisenalter durch Pigmentverlust. Unterschiedlich gef√§rbte Augen sind selten; sie beruhen auf einer ungleichen Pigmentsynthese und -einlagerung.
 
3) Die innere Augenhaut ist die Netzhaut (Retina). Von au√üen nach innen baut sie sich aus folgenden, in Gliazellen eingebetteten Schichten auf: vier verschiedene Arten von Nervenzellen (Bipolarzellen, Horizontalzellen, Ganglienzellen und Amakrinen), die Photorezeptoren, die die Sehpigmente enthalten, und die Pigmentzellen. Aus dieser Anordnung ergibt sich, dass die Lichtstrahlen vor Erreichen der Photorezeptoren erst die Nervenzellschichten passieren m√ľssen (inverses Auge). Die Photorezeptoren sprechen auf elektromagnetische Strahlung mit Wellenl√§ngen von 350-750 nm (¬Ľsichtbares Licht¬ę) an, wobei das Maximum der Empfindlichkeit bei etwa 560 nm liegt. Man unterscheidet zwischen den dem Hell-Dunkel-(Schwarz-Wei√ü-)Sehen dienenden St√§bchen (etwa 120 Mio.) und den das Farbensehen erm√∂glichenden Zapfen (etwa 6 Mio.). Die Dichte betr√§gt etwa 400 000 Zellen je mm2. An der Stelle, an der die Sehachse auf die Netzhaut auftrifft, befindet sich die Zentralgrube (Fovea centralis) inmitten des gelben Flecks (Macula lutea). Dies ist die Stelle des sch√§rfsten Sehens, da hier - in sehr gro√üer Dichte - nur Zapfen vorkommen und die anderen Netzhautschichten seitlich verschoben sind, wodurch die Lichtstrahlen direkt auf die Photorezeptoren auftreffen k√∂nnen. Die Austrittsstelle des Sehnervs ist der blinde Fleck, da hier die Netzhaut durchbrochen wird und daher an dieser Stelle kein Sehen m√∂glich ist.
 
Hilfsorgane des Auges sind Tr√§nenorgane, Augenlider mit Bindehaut, Augenmuskeln, Blutgef√§√üe und Gef√ľhlsnerven. - Die Tr√§nendr√ľsen (Glandulae lacrimales) liegen au√üerhalb des Bindehautsackes jeweils oben au√üen in einer Grube der kn√∂chernen Augenh√∂hle. Sie sondern die Tr√§nenfl√ľssigkeit (etwa 1 g je Tag) in den Bindehautsack ab, von wo sie auf die Oberfl√§che des Augapfels verteilt wird. Die Tr√§nen sammeln sich im inneren Augenwinkel; von dort gelangen sie durch die Tr√§nenr√∂hrchen in den unteren Nasengang. - Die Lider (Palpebrae) schlie√üen den Augapfel nach au√üen ab; am Lidrand sitzen die Wimpern (Cilia) in zwei bis drei Reihen. Der Lidschluss wird durch einen Kreismuskel und einen Lidheber bewirkt. - Die Bindehaut (Conjunctiva) ist eine Schleimhaut, die die Innenfl√§che der Lider auskleidet, sich in Form einer Tasche auf die Lederhaut umschl√§gt und die Oberfl√§che des Augapfels bis zum Hornhautrand √ľberzieht. Sie umschlie√üt mit der Hornhautoberfl√§che einen spaltf√∂rmigen Raum, den Bindehautsack. - Die √§u√üeren Augenmuskeln bewegen den Augapfel in alle Richtungen und sind durch Reize vom Gehirn her so mit den Muskeln des anderen Augen gekoppelt, dass beide Augen nur gleichsinnig bewegt werden k√∂nnen.
 
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
Augenheilkunde · Augenhintergrund · Augenkrankheiten · Gehirn · Sehen
 
 
Hier finden Sie in √úberblicksartikeln weiterf√ľhrende Informationen:
 
 
Auge: Augenmuskulatur, Schielen und Schutzeinrichtungen
 
Auge: Aufbau des Augapfels
 
Netzhautablösung und Netzhautveränderungen
 
Auge: Netzhaut und optischer Apparat
 
Sehfehler und Erregung der Photorezeptoren
 
Wahrnehmungen des Menschen
 
Wahrnehmungen sind Konstanzleistungen
 
Sehen: Die Umgebung wird im Auge abgebildet
 
Augen und Gehirn
 
Farbensehen beim Menschen
 
 
¬†2) Baukunst: 1) √Ėffnung zur Innenraumbeleuchtung im Scheitel einer Kuppel; 2) Lichtraum, vor allem im Zentrum einer Wendeltreppe; 3) Scheibe in der Volute ionischer Kapitelle.
 
¬†3) Botanik: unentfaltete, ruhende (¬Ľschlafende¬ę) Seitenknospe oberirdische Sprossorgane (z. B. Stamm) oder unterirdische Sprossorgane (z. B. Kartoffelknolle); wichtig bei Stecklingsvermehrung (Steckling).
 
 4) Meteorologie: windstilles und wolkenloses Gebiet von rd. 20 km Durchmesser im Zentrum eines tropischen Wirbelsturms.
 
¬†5) Schifffahrt: eingesplei√üte √Ėse im Tauwerk oder Loch in einer Platte zum Einh√§ngen und Befestigen eines Sch√§kels oder Hakens.
 
II
Auge,
 
Die Augen sind unsere wichtigsten Sinnesorgane f√ľr die Orientierung in unserer Umgebung. Zusammen mit den Ohren sind sie wesentlich f√ľr die zwischenmenschliche Kommunikation. Der Mensch ist innerhalb der S√§ugetiere (zu denen er in der biologischen Systematik geh√∂rt) in besonderer Weise ein Augenwesen. Das gilt auch im Bereich von Sexualit√§t und Liebe: Wir nehmen einen Menschen, den wir noch nicht kennen, zun√§chst mit den Augen wahr und bilden uns sehr schnell, sozusagen im ¬ĽAugenblick¬ę, auch ohne seine Stimme zu h√∂ren, ein Vor-Urteil: Droht mir Gefahr, ist mein Gegen√ľber ein Junge/Mann oder M√§dchen/Frau, finde ich ihn/sie interessant, attraktiv, sympathisch, erotisch anziehend oder nicht? Es gibt ¬ĽLiebe auf den ersten Blick¬ę. Wir k√∂nnen jemanden mit den Augen mustern, anstarren, anstrahlen, ihm/ihr zuzwinkern, Augenkontakt halten; wir versuchen, in den Augen zu ¬Ľlesen¬ę, k√∂nnen aber auch wegschauen, mit Blicken strafen usw. Das ¬ĽAusziehen¬ę mit den Augen empfinden M√§dchen und Frauen oft als unangenehm, wenn keine n√§here Beziehung gew√ľnscht wird.
 
√úber die Augen geben wir, unterst√ľtzt durch die jeweilige Mimik, auch gleichzeitig Signale von uns selbst an unser Gegen√ľber, wie z. B. Neugier, Interesse, Zudringlichkeit, Gleichg√ľltigkeit, Abneigung, Verlegenheit, Sch√ľchternheit, Trauer usw. Vieles davon k√∂nnen wir auch bei Affen erkennen; weinen mit Tr√§nen k√∂nnen nur wir Menschen.
 
Beim Flirten spielen die Augen eine gro√üe Rolle, wir ¬Ľsprechen¬ę mit den Augen, Verliebte schauen sich oft lange in die Augen und ¬Ľlesen¬ę sich dabei die W√ľnsche aus den Augen ab. Bei einem Schreck, bei Angst, Staunen und gro√üer Aufmerksamkeit bekommen wir ¬Ľgro√üe Augen¬ę: Die Pupille vergr√∂√üert sich und die Augen werden durch Hochziehen des Oberlids gleichzeitig weit ge√∂ffnet, das hei√üt, es wird mehr vom Augapfel sichtbar, oft werden auch noch die Augenbrauen hochgezogen. Bei Abneigung erfolgt das Gegenteil. Alles das geschieht unwillk√ľrlich durch das vegetative Nervensystem. Wir k√∂nnen aber lernen, dies mehr oder weniger zu unterdr√ľcken oder sogar anderes vorzut√§uschen. Selbst die Affen entwickeln dabei schon erstaunliche F√§higkeiten. Man sollte lernen, diese Signale zu beachten und sich entsprechend zu verhalten, weil die Nichtbeachtung oder sogar Missachtung zu Missverst√§ndnissen und Ablehnung f√ľhren kann.
 
Die Augen sind zusammen mit ihren Hilfseinrichtungen, den Lidern, Wimpern und Augenbrauen, ein wesentlicher Teil in unserem Gesicht (beachte den Namen Gesicht) und sind ein individuelles, fast unverwechselbares Kennzeichen. Wenn das Tragen gro√üer dunkler Sonnenbrillen im Alltag dem Nichterkennen der Augen und deren Ver√§nderungen dienen soll, ist das f√ľr das Gegen√ľber oft unangenehm und macht dann unsympathisch.
 
Gro√üe Augen gelten bei uns als Sch√∂nheitsideal (Sch√∂nheit). Durch Schminken der Umgebung der Augen versuchen viele M√§dchen und Frauen, diesem Ideal n√§her zu kommen. Fr√ľher tr√§ufelten sich Frauen Belladonna (neulateinisch ¬Ľsch√∂ne Frau¬ę) mit dem giftigen Atropin der Tollkirsche in die Augen, wodurch sich die Pupille √ľber viele Stunden erweiterte (und nahmen dabei hohe Lichtempfindlichkeit und unscharfes Sehen in Kauf).
 
Siehe auch: Kindchenschema, Primaten, Schl√ľsselreize.
 

* * *

Au|ge, das; -s, -n [mhd. ouge, ahd. ouga, viell. eigtl. = Seher]: 1. Sehorgan des Menschen u. vieler Tiere: blaue, mandelf√∂rmige, tief liegende -n; vorstehende, gro√üe, eng beieinander liegende -n; kurzsichtige, verweinte, verquollene, blutunterlaufene, glasige, umflorte -n; er kriegt ganz gl√§nzende -n, wenn er den Mut und die Risikobereitschaft Michail Gorbatschows bewundert (Spiegel 33, 1989, 49); das rechte, linke A.; listige, zornige, sanfte, gutm√ľtige, lustige -n; Zuweilen kam auch ein Halbtoter ... hereingetaumelt, schaute sich mit leeren -n (starr u. abwesend-ausdruckslos) um (Hilsenrath, Nacht 84); ihre -n waren voller Schwermut; die -n strahlen, gl√§nzen, leuchten, tr√§nen; meine -n schmerzen; seine -n weiteten sich vor Entsetzen, blickten vorwurfsvoll; ihre -n verdunkelten sich, verkl√§rten sich, fielen ihr vor M√ľdigkeit zu; die -n √∂ffnen, aufschlagen, auf jmdn. richten; weil er bei einer Stecherei letztes Jahr ein A. verloren (eingeb√ľ√üt) hat (Zenker, Froschfest 183); einem Toten die -n zudr√ľcken; sich die -n reiben, verderben; schlechte, gute -n haben (schlecht, gut sehen k√∂nnen); etw. an jmds. -n ablesen k√∂nnen; auf einem A. blind sein; jmdn. aus/mit gro√üen -n ansehen; das ist etwas f√ľrs A. (es befriedigt das √§sthetische Empfinden); jmdm. nicht in die -n sehen k√∂nnen (jmdm. gegen√ľber ein schlechtes Gewissen haben); jmdm. stehen die Tr√§nen in den -n (jmd. ist dem Weinen nahe); etw. mit eigenen -n gesehen haben; etw. mit blo√üem, unbewaffnetem A. (ohne optisches Hilfsmittel) sehen k√∂nnen; dunkle Ringe um die -n haben; ein blaues A. haben (durch eine Verletzung o. √Ą. um das Auge einen Bluterguss haben); das Kind verungl√ľckte vor den -n seiner Mutter; ein klares Ziel vor -n haben; die -n (den Blick) zu Boden senken, erheben, abwenden; er sieht mit dem linken A. in die rechte Westentasche (bes. berlin.; er schielt); R da bleibt kein A. trocken (ugs.: 1. alle weinen vor R√ľhrung. 2. alle lachen Tr√§nen. 3. keiner bleibt verschont); R die -n waren gr√∂√üer als der Magen (jmd. hat sich mehr auf den Teller getan, als er essen kann); Spr aus den -n, aus dem Sinn (wer abwesend ist, wird leicht vergessen); √ú das A. Gottes ruhte mit Wohlgefallen auf ihm (geh.; er verhielt sich gottgef√§llig, Gott war ihm gewogen); *magisches A. (elektronische R√∂hre am Rundfunkempf√§nger zur Regelung der Abstimmsch√§rfe); das A. des Gesetzes (scherzh.; Polizei); so weit das A. reicht (so weit man sehen kann); jmds. -n brechen (geh.; jmd. stirbt); jmdm. gehen die -n auf (jmd. durchschaut pl√∂tzlich einen Sachverhalt, erkennt Zusammenh√§nge, die er vorher nicht gesehen hatte); jmdm. gehen die -n noch auf (ugs.; jmd. wird fr√ľher od. sp√§ter die bittere Erfahrung machen, dass sich etw. anders verh√§lt, als er glaubte); jmdm. gehen die -n √ľber (1. jmd. ist durch einen Anblick √ľberw√§ltigt. 2. geh.; jmd. beginnt zu weinen; nach Joh. 11, 35); sehenden -s (geh.; leichtsinnig; obwohl man die Gefahr kommen sieht); seinen [eigenen] -n nicht trauen (ugs.; vor √úberraschung etw. nicht fassen k√∂nnen); das A. beleidigen (von einem √§sthetischen Gesichtspunkt aus betrachtet sehr unsch√∂n, unharmonisch sein); ein A. voll Schlaf nehmen (ein wenig, f√ľr ganz kurze Zeit schlafen); -n wie ein Luchs haben (sehr scharf sehen u. alles bemerken); hinten keine -n haben (ugs.; nicht sehen k√∂nnen, was hinter einem vor sich geht); seine -n √ľberall haben (auf alles aufpassen, sich nichts entgehen lassen); [gro√üe] -n machen (ugs.; staunen, sich wundern); jmdm. [sch√∂ne] -n machen (ugs.; mit jmdm. einen Flirt anfangen): Ganz unten am Tisch sa√üen ... Werner, der Ingeborg wieder sch√∂ne -n machte, und ich (Lentz, Muckefuck 181); die -n offen haben/halten (Acht geben, aufpassen); die -n schlie√üen/zumachen (verh√ľll.; sterben): Was also geschieht mit den Menschen, die wir geliebt haben, wenn sie die -n schlie√üen? (Thielicke, Ich glaube 184); die -n vor etw. verschlie√üen (etw. nicht zur Kenntnis nehmen, nicht wahrhaben wollen); sich [nach jmdm., etw.] die -n aus dem Kopf sehen/schauen (ugs.; intensiv [vergeblich] suchen od. erwartend Ausschau halten); jmdm. am liebsten die -n auskratzen m√∂gen (ugs.; so w√ľtend sein auf jmdn., dass man ihm am liebsten etw. B√∂ses ant√§te); ein A./beide -n zudr√ľcken (ugs.; etw. nachsichtig, wohlwollend √ľbersehen): ich h√§tte damals Methoden angewendet, bei denen man heute beide -n zudr√ľcken m√ľsste (H. Weber, Einzug 77); ein A. riskieren (ugs.; einen verstohlenen Blick auf jmdn., etw. werfen); ein A. auf jmdn., etw. werfen (ugs.; sich f√ľr jmdn., etw. zu interessieren beginnen); ein A. auf jmdn., etw. haben (1. auf jmdn., etw. Acht geben. 2. an jmdm., etw. Gefallen finden); die -n auf null gestellt haben (salopp; tot sein): ‚ÄěDer hat 'nen Abgang gemacht‚Äú, ‚Äědie -n auf null gestellt‚Äú, kommentieren die Fixer aus der Szene, wenn es einen von ihnen erwischt hat (Spiegel 23, 1977, 185); -n machen wie ein gestochenes Kalb (ugs.; t√∂richt dreinschauen); ein A. f√ľr etw. haben (das richtige Verst√§ndnis, ein Urteilsverm√∂gen f√ľr etw. haben); kein A. zutun (ugs.; nicht schlafen [k√∂nnen]); -n im Kopf haben (ugs.; etw. durchschauen, beurteilen k√∂nnen); keine -n im Kopf haben (ugs.; nicht aufpassen); jmdm. die -n √∂ffnen (jmdn. dar√ľber aufkl√§ren, wie unerfreulich etw. in Wirklichkeit ist); sich die -n ausweinen/aus dem Kopf weinen (sehr weinen; aus dem Klagelied Jeremias 2, 11); jmdm. etw. an den -n ablesen (die unausgesprochenen W√ľnsche des anderen von allein erkennen); jmdm. etw. aufs A. dr√ľcken (salopp; jmdm. etw. [Unangenehmes] aufb√ľrden): was sie selbst nicht bearbeiten wollen, dr√ľcken sie einfach einer Kollegin aufs Auge; jmdn., etw. nicht aus den -n lassen (scharf beobachten); jmdn., etw. aus dem A./aus den -n verlieren (die Verbindung mit jmdm. verlieren, etw. nicht weiterverfolgen): Im dichten Feierabendverkehr verlor er sie am Stadtrand aus den -n (Springer, Was 135); Wenn wir Br√ľcken von der Vergangenheit in die Zukunft schlagen, brauchen wir ja nicht ... die Gegenwart aus dem A. zu verlieren (W. Brandt, Begegnungen 141); nicht mehr/kaum noch aus den -n sehen k√∂nnen (ugs.; sehr m√ľde, ersch√∂pft, mitgenommen sein): sie war so erk√§ltet, dass sie kaum noch aus den -n sehen konnte; geh mir aus den -n! (geh weg!, lass dich hier nicht mehr blicken!); jmdm. aus den -n sehen (jmds. Augen anzusehen sein): ihm sieht der Schalk, die Dummheit aus den -n; jmdm., einander A. in A. gegen√ľberstehen (jmdm., einander ganz nahe gegen√ľberstehen); etw. im A. haben (etw. im Sinn haben, vorhaben); jmdn., etw. im A. behalten (jmdn. beobachten, etw. verfolgen); in jmds. -n (nach jmds. Ansicht): das ist in meinen -n glatter Betrug; [jmdm.] ins A./in die -n fallen/springen (auffallen); jmdm. ins A./in die -n stechen (ugs.; jmds. Wunsch wecken, es zu besitzen); jmdm. zu tief in die -n gesehen haben (sich in jmdn. verliebt haben); etw. ins A. fassen (sich etw. vornehmen): Wir sprachen uns noch nicht ab, aber die M√∂glichkeit, dort zu trainieren, fassten wir doch schon ins A. (Maegerlein, Triumph 143); einer Gefahr ins A. sehen (mutig entgegentreten); ins A. gehen (ugs.; schlecht enden, √ľble Folgen haben); in jmds. -n steigen/sinken (bei jmdm. an Ansehen, Achtung gewinnen, verlieren); mit einem lachenden und einem weinenden A. (teils erfreut, teils betr√ľbt; wohl nach Shakespeare, Hamlet I, 2); mit offenen -n schlafen (ugs.: 1. nicht aufpassen u. daher etw. nicht wissen od. wahrnehmen, was unangenehme od. nachteilige Auswirkungen hat; oft als Vorwurf an jmdn. gerichtet. 2. d√∂sen); mit einem blauen A. davonkommen (ugs.; ohne gro√üen Schaden, glimpflich davonkommen); etw., jmdn. mit anderen/neuen -n [an]sehen/betrachten (mit einem neuen Verst√§ndnis betrachten); jmdn., etw. mit den -n verfolgen (jmdm., einer Sache genau zusehen, aufmerksam hinterherblicken); jmdn., etw. mit den -n verschlingen (ugs.; mit begehrlichen Blicken ansehen); *jmdn. mit den -n ausziehen (ugs.; jmdn. voll sexueller Begierde ansehen): Und diese Kerle, die mich mit den -n ausziehen, widern mich an (Kirst, 08/15, 542); etw. nicht nur um jmds. sch√∂ner blauer -n willen tun (nicht aus reiner Gef√§lligkeit tun); A. um A., Zahn um Zahn (Gleiches wird mit Gleichem vergolten; nach 2. Mos. 21, 24); unter vier -n (zu zweit, ohne weitere Zeugen); unter jmds. -n (in jmds. Anwesenheit); jmdm. nicht [wieder] unter die -n kommen/treten d√ľrfen (bei jmdm. unerw√ľnscht sein, nicht wieder erscheinen d√ľrfen); jmdm. wird [es] schwarz vor [den] -n (jmd. wird ohnm√§chtig): Der Arzt stochert in der Wunde herum, dass mir schwarz vor den -n wird (Remarque, Westen 170); vor aller -n (in der √Ėffentlichkeit; √∂ffentlich); jmdm., sich etw. vor -n f√ľhren/halten/stellen (deutlich zeigen, klarmachen): Man muss sich die Aufgaben des sowjetischen Sicherheitsministeriums noch einmal vor -n f√ľhren (D√∂nhoff, √Ąra 209); jmdm. vor -n schweben (deutlich ins Bewusstsein treten). 2. (bei Pflanzen, bes. bei Kartoffel, Rebe, Obstbaum) Keim, Knospenansatz: die -n aus der Kartoffel ausschneiden. 3. a) Punkt auf dem Spielw√ľrfel: er hat sieben -n geworfen; b) Z√§hlwert bei bestimmten Spielen: beim Skat z√§hlt die Dame drei -n. 4. auf einer Fl√ľssigkeit, meist auf der Suppe schwimmender Fetttropfen: auf der Suppe schwimmen viele -n; R in diese Suppe schauen mehr -n hinein als heraus (ugs. scherzh.; sie ist sehr d√ľnn, wenig gehaltvoll). 5. (Seemannsspr.) a) gelegte Schlinge am Ende eines Taus; b) gro√üe √Ėse in einem Tampen: ein A. einsplei√üen. 6. Loch f√ľr den Stiel (bei Hammer od. Axt).

Universal-Lexikon. 2012.

Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • auge ‚ÄĒ auge ‚Ķ   Dictionnaire des rimes

  • Aug√© ‚ÄĒ Auge bezeichnet im Bereich der Biologie: das Sehorgan von Menschen und Tieren, siehe Auge den Lichtrezeptor des einzelligen Augentierchens, siehe Fotorezeptor eine augenf√∂rmige Zeichnung bei Tieren, siehe Scheinauge die Knospe einer Pflanze das… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • auge ‚ÄĒ [ o í ] n. f. ‚ÄĘ augie XIIe ; lat. alveus ¬ę cavit√© ¬Ľ, de alvus ¬ę ventre ¬Ľ 1 ‚ô¶ Bassin en pierre, en bois ou en m√©tal qui sert √† donner √† boire (‚áí abreuvoir) ou √† manger (‚áí mangeoire) aux animaux domestiques. Sp√©cialt Mangeoire du porc. Les auges d… ‚Ķ   Encyclop√©die Universelle

  • Auge ‚ÄĒ eines Uhus ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Auge ‚ÄĒ Auge: Das gemeingerm. Wort mhd. ouge, ahd. ouga, got. augoŐĄ, engl. eye, schwed. √∂ga geh√∂rt mit verwandten W√∂rtern in den meisten anderen idg. Sprachen zu der idg. Wurzel *okuŐĮ ¬Ľsehen; Auge¬ę, vgl. z. B. russ. oko ¬ĽAuge¬ę, lat. oculus ¬ĽAuge¬ę (‚ÜĎ… ‚Ķ   Das Herkunftsw√∂rterbuch

  • Auge [1] ‚ÄĒ Auge, das Sehorgan der h√∂her organisierten Tiere. Bei den niederen Tieren hat sich die Lichtwahrnehmung noch nicht auf ein besonderes Organ konzentriert, sie ist noch eine allgemeine F√§higkeit der Haut. Bei der Ausbildung des Sehorgans hat die… ‚Ķ   Lexikon der gesamten Technik

  • Auge ‚ÄĒ Das Auge ist der Sitz des Gesichtssinnes, eine lebendige Camera obscura f√ľr die Menschen und Thierseelen. Unter den Augenliedern liegt der Augapfel, das Wei√üe des Auges, in dessen Mitte der Sehapparat sich befindet. Die Hornhaut oder… ‚Ķ   Damen Conversations Lexikon

  • auge ‚ÄĒ AUGE. s. f√©m. Pierre, ou pi√®ce de bois creus√©e, qui sert √† donner √† boire et √† manger aux chevaux, et aux autres animaux domestiques. Mener boire les chevaux √† l auge. Donner √† manger aux cochons dans l auge.Auge, se dit aussi d Un vaisseau de… ‚Ķ   Dictionnaire de l'Acad√©mie Fran√ßaise 1798

  • auge ‚ÄĒ 1. (√ī j ) s. f. 1¬į¬†¬†¬†Pierre creuse ou pi√®ce de bois creuse o√Ļ mangent et boivent les chevaux et les bestiaux. 2¬į¬†¬†¬†Vaisseau de bois dans lequel les ma√ßons d√©layent leur pl√Ętre. 3¬į¬†¬†¬†En parlant du cheval, cavit√© ext√©rieure de la t√™te, circonscrite ‚Ķ   Dictionnaire de la Langue Fran√ßaise d'√Čmile Littr√©

  • auge ‚ÄĒ Auge, m. penac. Est un tronc d arbre creus√© en long √† tenir eau, ou autre chose. Alueus, aussi descend il de ce mot Latin. Auge √† porceaux, o√Ļ l on verse leur manger, et bruvage. Canalis, Columel. lib. 7. cap. 10. On appelle aussi Auge, la… ‚Ķ   Thresor de la langue fran√ßoyse

  • Auge ‚ÄĒ Saltar a navegaci√≥n, b√ļsqueda Auge Pa√≠s ‚Ķ   Wikipedia Espa√Īol


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